Einkäufer müssen starke Verkäufer sein.

Im Verkauf haben wir es mit einem Nachfrager zu tun, welcher eine Immobilie kaufen will und selbst auf uns zu kommt.  Anders im Einkauf. Der Abgeber will zunächst nichts. Im Gegenteil: Er will keinen Makler und hat vielleicht sogar etwas gegen Makler. Wir stehen gegen emotionale Widerstände an. Und das macht das Einkaufen schwieriger.

Deshalb punkten hier nur die wirklich starken Verkäufer, die mit Emotionen umgehen können.  Einmal mit der eigenen Befindlichkeit, die oft von Ängsten geprägt ist, wieder einmal abgelehnt zu werden.  Es mangelt an Selbstbewußtsein und Sicherheit. Statt souverän aufzutreten, begibt man sich in eine Demutshaltung und gibt sich mit Kompromissen zufrieden. Das sind dann die „Demutsaufträge“, Allgemeinaufträge, die nichts bringen, Kaufpreise, die keiner bezahlt und Provisionsnachlässe, auf die man besser verzichten könnte.

Ihre Person zählt.

Im Einkauf hängt alles von der verkäuferischen Person ab, im Verkauf hilft dem Schwachen schon einmal die Immobilie, die gefällt.  So kommen die Abschlüsse ohne besonderes Zutun des Verkäufers zustande. Es ist der passive Verkauf, mit welchem sich die Schwachen über Wasser halten. Sicher gibt es auch den passiven Einkauf. In der Regel aber kommen die Alleinaufträge nicht zugeflogen.

Aktives verkäuferisches Verhalten ist also gefragt.  Sie müssen den ersten Schritt tun. Das ist häufig das Einkaufstelefonat, die Kaltakquise, welche wiederum viele scheuen. Einmal weil sie Ängste haben, zum anderen weil sie die Strategie nicht beherrschen. Den starken Verkäufer und Einkäufer hingegen zeichnet die Fähigkeit aus, auf Menschen auch unaufgefordert selbstbewusst und souverän zuzugehen.  Ablehnungen sind für ihn ganz normal, weil er sich in die Situation des Anderen versetzen auf ihn eingehen kann.  So kehrt er Ablehnung in Zustimmung um.

Nein auch im Verkauf.

Wenn Besichtigungen verlangt werden und weder die Finanzierung noch die Ernsthaftigkeit positiv geklärt sind.
Leerbesichtigungen kosten Zeit, Geld und Motivation. Und sind kaum professionell.