Verkaufen geht nur persönlich.

Verkaufen ist nicht delegierbar. Weder an Exposé, noch an Email, SMS, Newsletter, Immobilienportal oder  Brief.  Nur im persönlichen Kontakt, face to face, ist ein Dialog mög- lich. Emotionen erkennen und sie steuern, das funktioniert nicht in der Einwegkommunikation. Sie brauchen das Feed back,  verbal  und  nonverbal,  um  verkaufen  zu     können.

Immer noch werden Exposes versandt. Dabei ist ein Exposé nicht einmal geeignet, um eine Vorentscheidung zu treffen. Enthält es zu viel Information, liefert es zudem Gründe für eine Ablehnung.

Mit dem Exposé-Versand wissen Sie so gut wie nichts über den Nachfrager. Sie agieren im Nebel. Wenn Sie sich das Er- gebnis des Versands anschauen, werden Sie feststellen, dass Sie in vielen, den meisten Fällen keine Antwort bekommen. Also müssten Sie telefonisch nachfassen. Entweder tun Sie es nicht, erreichen den Interessenten nicht oder bekommen eine unwirsche oder ausweichende Antwort. Kein Wunder, wenn Sie irgendwann das Nachfassen aufgeben. Machen Sie sich bewusst, dass jedes Telefonat, außer es wird erwartet, eine Störung des Angerufenen bedeutet. Dieser ist mit ir- gendwelchen, für ihn im Augenblick wichtigeren Dingen be- schäftigt  und wartet nicht voller Ungeduld auf Ihren Anruf.

„Wie viele Exposes haben Sie schon?  Was  erwarten  Sie von einem weiteren?“, „Das  Exposé  bekommen  Sie  bei der Besichtigung“, „Wir haben früher auch welche ver- sandt,  haben  aber  erkannt,  dass   sich   unsere Kunden viel Zeit  sparen  und  ihrem  Wunsch  näher  kommen, wenn wir in einem persönlichen Gespräch die Vorstel- lungen im  Detail  klären  und  dann  die  eine  oder  ande- re   Immobilie   besichtigen,   die   auch   in   Frage   kommt.“

Deshalb verzichten Sie besser auf den Exposé-Versand, auch wenn es der Wettbewerb da und dort immer noch praktiziert. Was aber, wenn der Anrufer ausdrücklich ein Exposé  verlangt?  Liefern  Sie  einfach  die  Gründe, war- um es für ihn nichts bringt. Dass man  eine  Immobilie sehen  muss,  um  sich  ein  realistisches  Bild  zu   machen.

Bleiben Sie konsequent und gehen Sie davon aus, dass wirk- lich ernsthafte Nachfrager zu einem persönlichen Gespräch bereit sind. Gibt es Ausnahmen? Zum Beispiel, wenn der Nachfrager weit auswärts wohnt. Auch in diesem Fall geht es nicht ohne einen Termin vor Ort. Fragen Sie, wann er wieder in der Gegend ist, und vereinbaren Sie einen provisorischen Termin. Will er dennoch eines oder mehrere Exposes, weisen Sie ihn daraufhin, dass es sich um derzeit verkäufliche Ange- bote handelt, die bis zu seinem Kommen schon längst nicht mehr verfügbar sein werden. Weisen Sie ihn auf Ihre Website hin, dort findet er die jeweils aktuellen Immobilien. Bleiben Sie verbindlich und freundlich, aber konsequent. Und wenn der Chefarzt um die Ecke keine Zeit hat, um sich mit der Im- mobilie zu beschäftigen, bieten Sie ihm ein kurzes Gespräch außerhalb der Dienstzeit bei ihm zuhause oder in der Mit- tagspause in der Klinik an. Verkaufen geht nur    persönlich.

Mailanfragen ohne Adresse und Telefonnummer beant- worten Sie mit einem Form-Mail, in welchem Sie einen persönlichen  Kontakt  anbieten  und  um  die   Rufnum- mer für  einen  Rückruf  bitten.  Gerade  im  Internet wird mit wilden Anfragen Schindluder getrieben.  Bekommen Sie  die  Rufnummer  nicht,  vergessen  Sie  die    Nachfrage.

Was für den Expos-Versand mit der Post gilt, trifft selbstver- ständlich auch für die elektronische Post zu. Machen Sie sich keine Gedanken, etwas zu verpassen, auch wenn Sie gerade dringend einen Käufer für eine bestimmte Immobilie brau- chen. Die Exposesammler und Internetchaoten sind es nicht.