WORÜBER ÄRGERN SICH SICH?

Sind es die wirklich wichtigen Dinge oder die Kleinigkeiten, die uns aufregen? Gleichgültig ob Groß oder Klein oder zu Großem aufgeblähte Kleinigkeiten, sind es allzu oft Dinge, auf welche wir keinen Einfluss haben, die wir nicht verändern können.

Das sind negative Emotionen, auf welche wir gern verzichten können. Viel interessanter sind die Bereiche, bei welchen wir etwas bewegen können. Und das sind meist wir selbst, unser Verhalten, wie wir die Dinge sehen und darauf reagieren. Das Problem sind also nicht die Dinge selbst, sondern unsere Sicht der Dinge. Sicher ist es leichter, sich über die Politik, die Gesellschaft, über das Fernsehprogramm, die Wahlwerbung, das Wetter, die Banken, den unseriösen Wettbewerb aufzuregen.

Produktiver wenn auch unbequemer ist es, bei sich selbst zu beginnen. Das macht begreiflicherweise wenig Spaß, weil wir einmal unseren Selbstwert in Frage stellen und etwas verändern sollten. Selbsterkenntnis und Veränderungen bringen jedoch unseren Selbstwert zurück und zwar eine auf Wahrheiten beruhende, stabile Einschätzung der eigenen Person. Sich zu Veränderung überwunden zu haben, führt zu einem Glücksgefühl. Statt sich über Dinge außerhalb unseres Einflussbereiches zu ärgern und in eine anhaltende miese Stimmung zu bringen, ist es wohl klüger, sich um die eigene Entwicklung zu kümmern und Veränderungen zu wagen.

Wenn sich der nächste Ärger aufbaut, fragen Sie sich lieber gleich, ob Sie sich auf negative Emotionen einlassen wollen, die nur Ihnen schaden, nie aber dem Gegenstand der Emotionen. Oder sich einfach für unzuständig erklären.